Ausrüstung Rettungsdienst

 

 

Der Notfallrucksack

 

Äußerlich identisch, unterscheiden sich Sanitäts- und Rettungsdienstrucksack innen jedoch enorm.

 

So ist letzterer mit Infusions- und Intubationstasche bestückt, verfügt über ein Spritzen- und Kanülensortiment und eine Tasche mit Notfallmedikamenten.

 

Außerdem kann im Bereich Diagnostik zusätzlich auf ein Thermometer und ein Pulsoximeter zurückgegriffen werden.



Spritzensortiment (LINKS) und Diagnostik

Notfallmedikamente (LINKS) und Intubationstasche

Infusionstasche (LINKS) und Immobilisationskragen

 

 

 

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Die Kindernotfalltasche im KTW

 

Für die kleinen und großen "Aua's" des Nachwuchses befindet sich im KTW auch eine Tasche für Kindernotfälle.

 

Hier sind zwar quasi die selben Ausrüstungsgegenstände verstaut wie im Notfallrucksack, jedoch logischerweise in Kindergrößen.

 

Der Inhalt beschränkt sich auf Verband- und Beatmungsmaterial, Guedeltuben und einen Stifneck™, damit sind erfahrungsgemäß so gut wie alle am häufigsten auftretenden Notfälle bei Kindern abgedeckt.

 

Und zum Trost (oder auch zur Erinnerung) an eine Fahrt im Krankenwagen gibt es von uns auch gerne einen Teddybären...!


LINKS: Deckelfach mit Guedeltuben, Scheren, Mullbinden und Teddy; RECHTS: Hauptfach mit Beatmungsbeutel und -masken, Verbandmaterial und Blutdruckmessgerät


 

Kindernotfalltasche

 

Diese Kindernotfalltasche ist wesentlich umfangreicher ausgestattet als im KTW. Es sind unter anderem zusätzlich Materialien zur Intubation, für Venenzugänge, Absaugung, für Geburten sowie diverse Medikamente verlastet. Vieles davon erfordert ärztliche Maßnahmen.

 

Daher ist diese Tasche für den Arztraum im Stadion oder Behandlungszelte gedacht, wo eben rasch ein Arzt vor Ort sein kann.

 

 




WEINMANN Medumat standard a (6-KTW-5)

 

 

Das Beatmungsgerät

 

 

Im Rettungsdienst am weitesten verbreitetes Modell

"Medumat Standard a" der Firma WEINMANN™, verlastet im 6-KTW-5.

 

Hiermit lässt sich ein Patient sowohl beatmen, als auch nur mit Sauerstoff versorgen.

 

 

Im Rahmen einer Reanimation übernimmt das Gerät die Funktion des Beatmungsbeutels, es muss also nicht mehr von Hand beatmet werden.

 

 


Bedieneinheit für maschinelle Beatmung

 

Außerdem gibt das Gerät Warntöne bei Fehlern oder Zwischenfällen. Auch das sogenannte „Doppelhubverfahren“ ist vor allem bei der Reanimation hilfreich. Hier wird ja bekanntermaßen der Brustkorb über dem Herzen eingedrückt.

 

Davon sind auch, jedoch ungewollt, die Lungenflügel betroffen und es kommt zu einem leichten „Ausatmen“.

Das Beatmungsgerät merkt das Eindrücken des Brustkorbes und beatmet unmittelbar nach der Kompression ein zweites Mal.


Bedienelement zur Sauerstoffgabe

 

 

 

Im obigen Bild ist die Bedieneinheit für die maschinelle Beatmung zu sehen. Über die Drehregler lassen sich die Atemfrequenz (Beatmungen pro Minute), das Atemminutenvolumen (Luftmenge pro Min.) sowie der Beatmungsdruck stufenlos einstellen.

 

Mit dem Kippschalter kann zwischen "No Airmix" (reiner Sauerstoff aus der Flasche) und "Airmix" (50% reiner Sauerstoff und 50% Umgebungsluft) gewechselt werden.

 

Eine weitere Funktion ist die assistierte Beatmung für den Fall, dass der Patient zwar noch eigenständig atmet, dies aber nicht ausreicht. Das Gerät bemerkt den Einatemversuch und unterstützt die Atmung.

 

 

Rechts sieht man die Einheit für die Sauerstoffgabe. Dem Patienten muss lediglich die gewünschte Maske aufgesetzt und mit dem Geräteanschluss verbunden werden.

 

Über den kleinen Kipphebel wird dann die Sauerstoffzufuhr eingeschaltet. Wieviel Liter pro Minute der Patient erhalten soll, stellt man mit dem Drehregler ein.


Bedieneinheit Capno Vol

 

 

 

 

 

Neben dem im KTW verstauten Standardgerät besitzt der OV ein zweites, dass zusätzlich mit einer "CapnoVol™ -Einheit" versehen ist.

 

 

 

Dieses Modul dient der Messung des CO2-Gehaltes in der Ausatemluft eines intubierten und beatmeten Patienten.

 

 

 

 

Eine solche Messung dient der Kontrolle der Intubation (= Einführung eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre). Denn ist diese nicht korrekt, weil der Tubus beispielsweise in die Speiseröhre eingeführt wurde oder zu tief in der Luftröhre liegt, so kann auch die Beatmung nicht effektiv sein.

 

 

 

 

Der Medumat™ mit CapnoVol™ wird für Sanitätszelte oder den Arztraum im Stadion vorgehalten.



 

Die Absaugpumpe

 

 

 

Mit dieser Sekret-Absaugpumpe,Typ Accuvac™ Rescue der Firma WEINMANN™ ist es möglich Flüssigkeiten wie Blut, Speichel oder Erbrochenes aus dem Mund-Rachen-Raum zu entfernen.

 

Ist zum Beispiel eine Person bewusstlos, so kommt es nicht selten vor, dass der Mageninhalt durch die liegende Positon des Patienten die Speiseröhre in Richung Mund-Rachen-Raum läuft.

 

 

Die Gefahr liegt darin, dass diese Flüssigkeiten die Atmung stören können, wenn sie in die Luftröhre gelangen.

 

 

Mit der Absaugpumpe kann dies verhindert werden. Bis zu 900ml Sekret können in einem abgesicherten Behälter aufgefangen werden. Es gibt verschiedene Stufen bis hin zu einem maximalen Unterdruck von 0,8bar.

 

Die 5,1kg schwere Absaugpumpe funktioniert in einem Temperaturbereich von -18°C bis +40°C bei einer Motorleistung von 50W.

 

Sie ist ebenso wie der Medumat™ CapnoVol™ für Behandlungszelte bzw. den Arztraum im Stadion vorgesehen.



 

 

 

Schaufeltrage und Vakuummatratze

 

 

...sind zur Rettung von Personen gedacht, die Verletzungen an der Wirbelsäule haben bzw. haben könnten und schonend in die Klinik verbracht werden sollen.

 

Dafür sind immer beide Gerätschaften nötig, wobei die Schaufeltrage zuerst zum Zuge kommt.

 

Sie lässt sich in der Mittelachse auseinander nehmen. Zur Rettung wird nun eine Hälfte ganz sanft unter eine Seite des Patienten geschoben.

 

Ebenso verfährt man auf der anderen Seite und verbindet beide Hälften der Schaufeltrage.

 

Der Betroffene wird also in etwa auf die Tragenhälften "aufgeschaufelt", daher auch der Name.

 

 

Erst jetzt kommt die Vakuummatratze ins Spiel. Gefüllt mit kleinen Styroporkügelchen, ist sie im Normalzustand flexibel. Ist der Patient dann von der Schaufeltrage auf die Matratze umgelagert, wird diese vorsichtig an den Körper anmodeliert.

 

 

Zeitgleich beginnt man - in der Regel mit der elektrischen Absaugpumpe - die in der Matratze befindliche Luft abzusaugen. Es entsteht im Inneren ein Vakuum, das die Styroporkügelchen "aneinander saugt".

 

Durch diesen Effekt bleibt die Matratze in der anmodelierten Form, sie passt sich jedem Patienten an und immobilisiert ihn.

 

Einem schonenden Transport steht nun nichts mehr im Wege und auch für Röntgenaufnahmen oder im CT muss die Vakuummatratze nicht entfernt werden.


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