Ausbildung
Dienstabend: Reanimation Neugeborener

 

 

 

Qualifiziert und professionell helfen zu wollen/können erfordert eine entsprechend fundierte Ausbildung. Denn letztlich ist es eine große Verantwortung, die wir im Umgang mit Patienten und Betroffenen tragen.

 

 

 

Daher beginnt die "Karriere" unserer Helferinnen und Helfer in der Regel erst einmal mit einem 16-Stündigen Erste-Hilfe-Kurs, denn die wenigsten "neuen" sind "medizinisch vorbelastet".

 

 

 


Fachdienstabzeichen Sanitätsdienst
HelferInnen des OV Leverkusen beim Lehrgang "Technik und Sicherheit" in Wuppertal

Anschließend durchläuft der neue Rotkreuzler die Helfergrundausbildung (HGA).

 

Zwar ist der Bereich Sanitätsdienst die Haupttätigkeit der Bereitschaft Leverkusen, trotzdem umfasst die HGA nicht allein diesen Part.

 

Vielmehr wird jeder Helfer in jedem Tätigkeitsbereich grundausgebildet:

 

So gehören die Teile "Einführungsseminar", "Betreuung" sowie

"Technik und Sicherheit" ebenfalls dazu.

 

Die 48 Unterrichtsstunden umfassende Sanitätsausbildung wird natürlich auch absolviert.

Sie endet mit einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung.

 

 

Wer möchte, kann mit dem Rettungshelferlehrgang sein medizinisches Fachwissen noch erweitern und in den Rettungsdienst einsteigen (siehe Info RH NRW).

 

 

Auch ist die Ausbildung zum Rettungssanitäter möglich, dieser Lehrgang ist allerdings vergleichsweise zeitintensiv (jeweils 4 Wochen Unterricht, Klinikpraktikum, Rettungswachenpraktikum, Prüfung).

 

 

Daher ist sie von den meisten Helfern nicht durchführbar, auch empfiehlt es sich, zuvor ausreichend Erfahrungen im Sanitätswesen gesammelt zu haben, insbesondere der Umgang mit Patienten.

 

 

 


Kurzausbildung: Blutdruck messen

 

 

          Neu anfangen - schnell durchblicken!

 

Wer als neuer Helfer in die Bereitschaft dazustößt,

ist meist noch jung und auf dem Gebiet der Notfallmedizin

bzw. des Sanitätswesens unerfahren.

 

Diesen KameradInnen möchten wir möglichst rasch näherbringen,

was auf sie zukommt. Dafür haben wir die Kurzausbildung ins Leben gerufen.

 

Hier beschäftigen sich zwei erfahrene Rotkreuzler aus der

Bereitschaft (davon mindestens einer mit Rettungsdienstqualifikation) mit den "Neuen", wobei ihnen diverse Themen aus dem Sanitätsdienst vermittelt werden.

 

 

 

 


Kurzausbildung: Grundlagen der Reanimation

 

Angefangen mit im Sanitätsrucksack verlastetem Material über Handhabung von Gerätschaften (z. B. Blutdruckmessgerät) bis zu Grundlagen der Reanimation.

 

 

Ziel und Zweck ist es, nicht zu tief in die Materie zu gehen, sondern neuen Mitgliedern schnell anwendbares Wissen an die Hand zu geben, bevor sie zum Sanitätslehrgang gehen.

 

Ein solcher wird nämlich nur in größeren Zeitabständen angeboten.

 

 

 

Die Kurzausbildung soll den Sanitätskurs also vereinfachen, keinesfalls ersetzen. Nach vorheriger Absprache der Beteiligten findet sie dienstags von 19:00 - 19:30 Uhr statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

                Übung macht den Meister!

 

 

 

 

Schon etwas länger als die Kurzausbildung führen wir Übungsdienstabende durch. In der Regel ist dies der erste Dienstabend im Monat.

 

 

 

Hier wird nicht einfach stumpf eine spezielle Sache geübt, sondern ganze Einsatzszenarien mit Einsatzleitung, Rettungsdienst und Verletztendarstellern durchgeführt.

 

 

Die HelferInnen werden wie bei Realeinsätzen über Funk alarmiert und haben dann entsprechend zu reagieren: Einsatzstelle aufsuchen, Überblick verschaffen, Rückmeldung geben, Patienten versorgen und wenn nötig den Rettungsdienst (in Form unseres KTW) nachfordern.

 

 

 

 

Das ganze Szenario wird von einem Übungsleiter beobachtet und im Anschluss besprochen. So kann direkt auf gemachte Fehler eingegangen oder sonstige Verbesserungsvorschläge gemacht werden.


 

 

 

 

 

 

 

INFO: Der Rettungshelfer NRW (RettHelf NRW)

 

Die Funktion eines RH ist die des Fahrers eines KTW bei der Durchführung qualifizierter Krankentransporte. Auch kann er als 3. Mann auf einem Rettungswagen eingesetzt werden.

Die Qualifikation RH NRW beschränkt sich nur auf Nordrhein-Westfalen, da das Rettungsdienstgesetz Ländersache ist.

 

Voraussetzungen:

 

Mindestalter 18 Jahre

polizeiliches Führungszeugnis

beglaubigte Kopie des Personalausweises oder Reisepasses

körperliche und geistige Eignung (ärztliche Bescheinigung, nicht älter als drei Monate)

mindestens Hauptschulabschluss oder abgeschlossene Berufsausbildung (Kopie des letzten Schulzeugnisses oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung)

Erste-Hilfe-Bescheinigung (nicht älter als 12 Monate vor Ausbildungsbeginn)

 

 


Ausbildung:

 

80 Stunden Theorieunterricht

80 Stunden Rettungswachenpraktikum (als 3. Mann, also Praktikant auf dem Rettungswagen)

schriftliche Prüfung

praktische Prüfung (jeweils 1 internistisches und chirurgisches Fallbeispiel sowie Reanimation nach Richtlinien)

 

 

Wir führen mit unserem ortsvereinseigenen KTW keine geplanten Krankentransporte durch, sondern sind mit diesem auf Sanitätswachen, wo er oft das erste greifbare Rettungsmittel ist.

 

 

Somit sind unsere Transporte im Prinzip Notfalltransporte, auch wenn die Patienten nicht in Lebensgefahr sind.

Bei uns ist es als Rettungshelfer also etwas spannender als im Regelrettungsdienst.

 

Fragen oder Interesse an mehr Informationen oder Erfahrungswerten?

 

Sprich uns an!

 

 

 

 

 


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